Eine winzige Tür an der Fußleiste, ein Brief in Mini-Schrift, Krümel auf dem Teller: Die Wichteltür ist für viele Familien fester Teil der Adventszeit geworden. Der Brauch stammt aus Skandinavien – vor allem aus der dänischen Tradition des Weihnachtswichtels Nisse, der im Haus wohnt, Glück bringt und gern ein Schälchen Milchreis bekommt.
Wann zieht der Wichtel ein?
Üblich ist der Einzug zum 1. Advent oder am 1. Dezember. Er bleibt bis Weihnachten oder bis kurz nach den Feiertagen. Weil er nur nachts unterwegs ist, bekommen ihn die Kinder nie zu sehen – genau das macht den Zauber aus.
Ideen, die wenig Aufwand machen
- Die „Baustelle“: Ein paar Tage vor dem Einzug liegen Zahnstocher, Krümel oder ein Mini-Werkzeug an der Fußleiste. Das sorgt für Spannung.
- Der Einzugsbrief: Der Wichtel stellt sich vor und erzählt, was er im Advent vorhat.
- Kleine Wünsche: Er bittet um Naturmaterialien wie Stöckchen oder Kastanien, um sein Zuhause einzurichten. Das schickt die Kinder nach draußen.
- Harmlose Streiche: Gesichter auf Mandarinen, umgedrehte Bilder oder Mini-Fußspuren aus Puderzucker.
- Der Abschied: Ein kleiner Koffer vor der Tür und ein Abschiedsbrief schließen die Wichtelzeit liebevoll ab.
Damit die Wichtelzeit nicht zum Pflichtprogramm wird
Der Wichtel muss nicht jede Nacht etwas anstellen. Plane bewusst ruhige Tage ein – „heute schläft er aus“ ist eine völlig legitime Wichtelnachricht. Briefe lassen sich gut vorab schreiben oder vorbereiten, damit abends keine Hektik entsteht. Und Geschenke sind kein Muss: Ein Brief, ein Rätsel oder eine gemeinsame Aufgabe begeistern Kinder oft genauso.
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Quellen: Stuttgarter Zeitung – Wichteltür: Schöner Brauch im Advent; selbst.de – Wichteltür-Ideen.
